Kapelle St. Andreas

Cham

St. Andreas ist das älteste Zuger Baudenkmal, das man besichtigen kann.


Woran ist der hl. Andreas auf den Fresken im Altarhaus zu erkennen?

Der hl. Andreas ist an seinem Kreuz zu erkennen, dem Andreaskreuz. Links von ihm steht der hl. Petrus mit dem Himmelsschlüssel.

Kapelle und Schloss St. Andreas bezeichnen den Platz des alten Königshofes Cham, des ersten urkundlich erwähnten Ortes im Kanton Zug (858). Die unter der heutigen Kapelle liegende, frühmittelalterliche Kirche dürfte in jene Zeit zurückreichen. Sie ist der einzige erhaltene Kirchenbau aus dem ersten Jahrtausend im weiten Umkreis, von dem aufgehendes Mauerwerk erhalten und der allgemein zugänglich ist. St. Andreas ist somit das älteste Zuger Baudenkmal, das man besichtigen kann.

Der jetzige Bau von 1488 stammt aus der grossen Zeit der Zuger Kunst, in der fast alle Kirchen des Gebiets, aber auch der Grossteil der städtischen Profanbauten neu errichtet wurden. Möglich wurde dies nicht zuletzt dank des Wohlstands aufgrund der enormen Beute, welche die Eidgenossen bei ihren drei Siegen über den burgundischen Herzog Karl den Kühnen gemacht hatten (Burgunderbeute).

Aus dieser Zeit stammen auch die Fresken im Chorraum. Sie zeigen auf der linken Seite ganzfigurig die beiden Apostelbrüder Petrus und Andreas. Letzterer ist am sogen. Andreaskreuz zu erkennen.

  • Der zweite, grössere und noch besser erhaltene spätmittelalterliche Freskenzyklus im Kanton Zug befindet sich im Beinhaus von Oberägeri.

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Versteckt im Schlosspark: die Kapelle St. Andreas

Reste der spätgotischen Ausmalung des Chorraums zeigen auch den hl. Andreas mit dem Kreuz neben Petrus, seinem Bruder.

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Standort

Kapelle St. Andreas
St. Andreas 1
6330 Cham

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Weiterführende Informationen

Literatur

  • Schweizerische Kunstführer GSK, Serie 70, Nr. 700: Josef Grünenfelder: Kapelle St. Andreas in Cham. Kanton Zug, 2. Aufl., Bern 1988. (Bestellen)
  • Josef Grünenfelder: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, NA II, Bern 2006, S. 61-70.

Weblinks