Liebfrauenkapelle

Stadt Zug

1266 erstmals erwähnt, ist die Liebfrauenkapelle das älteste (noch stehende) Gotteshaus von Zug.


1280 wurde in dieser Kapelle der Abt von Einsiedeln von einem Blitz erschlagen.

Wie nennt man die Mariendarstellung über dem Portal?

Die Darstellung wird 'Maria vom Sieg' (Maria de Victoria) genannt. Das Jesuskind in den Armen der Mondsichelmadonna stösst die Spitze seines langen Kreuzstabs in den Kopf einer Schlange. Bis ins Mittelalter zurück reicht die Vorstellung von Maria als Helferin der Christen. 1571 schrieb Papst Urban V. den Sieg über die Osmanen in der Seeschlacht von Lepanto der Fürbitte der Gottesmutter zu. Darauf wurde der erste Sonntag im Oktober, später der 7. Oktober als Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Sieg und schliesslich als Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz eingeführt.

Die Kapelle Unserer Lieben Frau in der Altstadt, wie sie ganz genau heisst, zeigt verschiedene Aspekte der Verehrung der Gottesmutter Maria. An der Decke und an der Brüstung der Orgelempore werden in 24 Bildern Szenen aus ihrem Leben gezeigt. Gemalt hat sie der bekannte Zuger Barockmaler Johannes Brandenberg in den Jahren 1725-1727. Immer wieder wurde das Leben Marias als besonders vorbildlich betrachtet, wobei viele Aspekte und Darstellungen der frommen Vorstellung entsprungen sind, ohne dass es dafür in den biblischen Schriften einen Anhaltspunkt gibt. Zu diesen Vorstellungen, die oft mehr eine theologische Aussage als eine historische Tatsache bezeichnen, gehört auch die 'Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel', die im Hauptbild an der Decke dargestellt ist.

  • Die Statue über dem Eingang stellt Maria vom Sieg dar. Siehe oben, Antwort auf die Frage vor Ort.

Geschichten

Bildergalerie

Liebfrauenkapelle - Bilder aus dem Leben der Mutter Gottes

Stadt Zug

Das Leben Marias von ihrem Tempelgang als Kind bis zur Aufnahme in den Himmel.

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Standort

Liebrauenkapelle
Unter Altstadt
6300 Zug

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Weiterführende Informationen

Literatur

  • Linus Birchler, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Bd. II, Basel 1935, S. 295-316.

Für Schulen

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