Kirche St. Michael

Stadt Zug

Der Erzengel Michael ist der ranghöchste Engel; er kämpft gegen alle, die Gott seine Stellung streitig machen. Übersetzt heisst sein Name: Wer ist wie Gott?

Der Erzengel Michael ist der ranghöchste Engel. Sein Name sagt auch etwas aus über seine Funktion. Was heisst Michael auf Deutsch?

Michael ist Hebräisch und heisst auf Deutsch: Wer ist wie Gott? Gemeint ist damit, dass Gott ebenso einzigartig wie unvergleichlich ist, und dass, wer sein will wie Gott, vom Erzengel Michael gestürzt wird, so wie er Satan gestürzt hat (vgl. Offb. 12,7–9).

1902 eingeweiht, ersetzt die vom bedeutenden Schweizer Architekten Karl Moser erbaute Kirche die 1898/99 abgerissene ‹alte Michaelskirche›. Letztere reichte wohl bis ins erste Jahrtausend zurück und stand etwas oberhalb im Friedhof St. Michael neben dem Beinhaus. Auch das Patrozinium des Erzengels Michael legt eine frühe Entstehungszeit nahe. Besonders im Innenraum kommt die Scharnierstellung der heutigen Kirche zwischen den Jahrhunderten auf interessante Weise zum Ausdruck. Die Ausstattung führt zum Teil die neuromanische und neugotische Formensprache fort, zum Teil ist sie für ihre Zeit überraschend modern. - Zu einzelnen Aspekten vgl. die Weblinks, unten.

Geschichten

Film

Der Erzengel Michael als Beschützer der ganzen Region

Eine Legende bringt den Anfang der Christianisierung der Region mit dem Erzengel Michael in Verbindung.

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Bildergalerie

Neugotische Fensterrosen im Quer- u. Jugendstil-Fenster im Langhaus

Die Scharnierstellung der Kirche zwischen den Jahrhunderten zeigt sich auch in der Gestaltung der Fenster.

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Abgebrochen - Die ehemalige Pfarrkirche St. Michael

Deren Ausstattung wanderte grösstenteils ab; die spätgotische Michaelsstatue ins Schweizerische Landesmuseum.

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Standort

Kirche St. Michael
Kirchenstrasse 17
6300 Zug

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Weiterführende Informationen

Literatur

  • Linus Birchler, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Bd. II, Basel 1935, S. 64-125.
  • Josef Grünenfelder, 1902-2002. 100 Jahre Pfarrkirche St. Michael, Flyer, 16 Seiten, hrsg. Katholische Kirchegemeinde Zug.
  • Peter Hoppe, Aus der Frühzeit der Denkmalpflege : der Abbruch der Pfarrkirchen St. Michael in Zug und St. Peter und Paul in Oberägeri, in: Tugium, 4 (1988), S. 43-84.
  • Heribert Reiners, Die Altäre und die Kanzel der alten Michaelskirche, jetzt in Konstanz, in: Zuger Neujahrsblatt, Zug 1949, S. 21-28.
  • Albert Iten, Zwei Zugerische Kündig des Ennetsees. Familien- und Kunstgeschichtliches um ein Fresko in der Pfarrkirche St. Michael, in: Zuger Neujarsblatt, Zug 1965, S. 35-39.

Weblinks