Buschenchappeli

Walchwil

Die Kapelle auf dem Walchwilerberg ist ein Zeichen dafür, dass der Glaube half, den bäuerlichen Alltag und Krisen zu bewältigen.


Ein Pilgerweg führte hier vorbei. Zu welchen Zielen?

Der Weg von der Kapelle St. Adrian am Zugersee (zwischen Walchwil und Arth) sei es zum Kloster Gubel mit seinem Gnadenbild "Maria Hilf" oder nach Maria Einsiedeln führte am Buschenchappeli vorbei.

Der kleine Bau dürfte wohl in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird er 1754. Akten zur Entstehung fehlen; mündliche Überlieferungen geben verschiedene Erklärungen, warum die Kapelle hier errichtet worden sein könnte. Eine erste bereichtet, sie sei zum Dank für den Schutz von Mensch und Tier vor Krankheiten,Seuchen und Bltzschlägen in Fronarbeit entstanden. Eine weitere Überlieferung erzählt, dass sich in der Franzosenzeit ein hoher fremder Offizier über mehrere Tage in diesem Gebiet verirrt und in seiner Verzweiflung geschworen habe, wenn er heil wieder nach Hause käme, er dafür zu sorgen werde, dass an diesem Platz eine Kapelle gebaut wird. In jedem Fall ist das Buschenchappeli das Zeichen eines starken Glaubens, der half, den strengen bäuerlichen Alltag sowie Krisen zu bewältigen.

Geschichten

Bildergalerie

Wunderbar gelegen auf dem Walchwilerberg

Ein Kruzifix mit Maria und Johannes - schlichte Ausstattung, dafür Ruhe und herrliche Aussicht.

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Standort

Buschenchappeli
6318 Walchwil

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Weiterführende Informationen

Literatur

  • Josef Grünenfelder, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, NA II, Bern 2006, S. 503f.